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18-2-0 004 Studium Generale - Homo sapiens und Homo faber: Kulturgeschichte von Technik und Wissenschaft - Teil 6: Natur und Mensch begreifen und im Griff! Wissenschaft und Technik in der Neuzeit (16. bis 19. Jh.)

Beginn Mo., 15.10.2018, 19:00 - 21:00 Uhr
Kursgebühr 53,00 €
Dauer 5 x
Kursleitung Dr. Michael A. Rappenglück M.A.

Die Evolution des Menschen ist von Anfang an unter anderem mit zwei wichtigen Faktoren verbunden - mit seiner Neugier nach Wissen und seinem Erfindergeist für technische Hilfen. Techniken und Wissenschaften begleiten und formen menschliche Kulturen auf verschiedene Weisen, von der Zeit der Jäger-Sammler des Paläolithikums bis in unsere heutige globalisierte Hightech-Welt mit ihren komplexen Wissenschaftssystemen. Immer wieder wird dabei auch die zwiespältige (ambivalente) Auseinandersetzung des Menschen mit Werkzeugen und Maschinen sowie der technischen Funktionalität und Dominanz offenkundig, vor allem, wenn sie das Selbstwertgefühl der Menschen betrifft. Faszination, Machtbewusstsein, Hoffnungen und Ängste begleiten die Entwicklung von Wissenschaften und Technik. In mehreren Semestern sollen die Geschichte von Wissenschaft und Technik quer durch die Epochen und Kulturen und im Zusammenhang mit Fragen und Antworten nach positiven und negativen Auswirkungen der Wissenschaften und Techniken in kulturgeschichtlichem Verlauf und unter dem besonderen Blickwinkel von Philosophie, Literatur, Wirtschaft, Politik, Kunst und Religion(en) dargestellt werden. Ergänzend wird auch auf besondere Erfindungen und Kenntnisse der alten Kulturen anderer Regionen der Welt hingewiesen.

Teil 6: Natur und Mensch begreifen und im Griff! Wissenschaft und Technik in der Neuzeit (16. bis 19. Jh.)

Vom 16. bis zum 19. Jh. etablieren sich die Wissenschaften und Technologien der Neuzeit. Experimentales Forschen ist die neuen Methode der Natur Fragen zu stellen, ihr Antworten abzuringen und die ganze Wirklichkeit des Mikro- und Makrokosmos in ein rational-funktionales, möglichst mathematisch fassbares System zu fassen. Mit Hilfe von Naturwissenschaft und Technik, die beide nachhaltig die Menschen begeisterten, glaubte man die Natur und den Menschen in den "Griff" des Denkens zu bekommen, zu "be-greifen" und dem Menschen endlich die Macht über die wilde Natur zu ermöglichen. Planbar, machbar, technisch und wirtschaftlich verfügbar erschien die Wirklichkeit. Wissen und Können bestimmten das Denken und Handeln. Die Auseinandersetzung zwischen den Vertretern des Rationalismus (Denken ermöglicht die Erkenntnis der Welt) und des Empirismus (Sinneserfahrungen begründen das Wissen von der Wirklichkeit), aber auch integrierende Anschaungen (z. B. romantische Naturphilosophie) bestimmte die Philosophie, die Naturwissenschaft und die neuen Technologien. Entdeckungsreisen, Empirismus (Messen, Daten), Rationalismus (Vernunft, Logik, Mathematik), Funktionalismus - die Welt und die Lebwesen erfasst im Modell des Mechanismus - neue Instrumente (Teleskop, Mikroskop, Rechenmaschinen), Kräfte (Wärmekraft, Elektromagnetismus), Materialtechniken (Metalle, Kunststoffe), Verkehrstechniken (Eisenbahn, Automobil) und Informationstechnologien (Drucktechniken, Telegrafie, Telefon)- neue Möglichkeiten der Biologie und Medizin - neue wissenschaftliche Institutionen (wissenschaftlich-technische Institutionen und Journale)- die Populariserung der Wissenschaften für ein stetig wacshendes Publikum - die beschleunigte Verwertung von Wissenschaften und Technik in der Wirtschaft, inbesondere der Landwirtschaft und im Militär u.v.m. bestimmen die Neuzeit. Die industrielle Revolution ermöglicht Wohlstand und schafft Armut in Massengesellschaften. Raum und Zeit erweitern sich deutlich: Ende des 19. Jh. ist der Kosmos ist so groß wie die Milchstraße, dh. damals ca. 300000 Lichtjahre (heute: vermutlich 91 Milliarden Lichtjahre) und sein Alter allenfalls einige hundert Millionen Jahre (heute 13,8 Milliarden Jahre). Alte Weltbilder werden fortlaufend überholt, Weltanschanschaungen schnell begründet und ebenso rasch verworfen. Die rapide Entwicklung von Wissenschaft und Technik führt zu einem unkritischen Fortschrittsglauben, erheblichen Umweltschäden, Materialschlachten und Tötungsmaschinerien in immer grausameren Kriegen. Zu beginn des 20. Jh. wird beginnend mit der neuen Physik (Relativitätstheorie und Quantentheorie) eine neue Epoche der Naturwissenschaften und Technik eingeleitet.




Kursort

Gilching, vhs, Seminarraum 002

Landsberger Str. 17 a
82205 Gilching

Termine

Datum
15.10.2018
Uhrzeit
19:00 - 21:00 Uhr
Ort
Landsberger Str. 17 a, Gilching, vhs, Seminarraum 002
Datum
22.10.2018
Uhrzeit
19:00 - 21:00 Uhr
Ort
Landsberger Str. 17 a, Gilching, vhs, Seminarraum 002
Datum
05.11.2018
Uhrzeit
19:00 - 21:00 Uhr
Ort
Landsberger Str. 17 a, Gilching, vhs, Seminarraum 002
Datum
12.11.2018
Uhrzeit
19:00 - 21:00 Uhr
Ort
Landsberger Str. 17 a, Gilching, vhs, Seminarraum 002
Datum
19.11.2018
Uhrzeit
19:00 - 21:00 Uhr
Ort
Landsberger Str. 17 a, Gilching, vhs, Seminarraum 002