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19-2-0 050 Astrogilde: Christliche Kosmographien von den Ursprüngen bis heute

Beginn Mi., 04.12.2019, 19:30 - 21:30 Uhr
Kursgebühr 12,00 €
Dauer 1 x
Kursleitung Dr. Michael A. Rappenglück M.A.

Julius Schiller (1581-1627), ein deutscher Jurist und Astronom aus Augsburg veröffentlichte kurz vor seinem Tod 1627 den Sternatlas Coelum Stellatum Christianum (alt. Christlicher Sternenhimmel). Er unternahm darin den kuriosen Versuch einen ‚christianisierten‘ Sternenhimmel zu erstellen und grafisch umzusetzen, der sämtliche aus der Antike überlieferten Sternbilder mit Figuren aus der christlichen Tradition ersetzte. Diese Umdeutung geschah 84 Jahre nach der Veröffentlichung der berühmten Schrift De revolutionibus orbium coelestium (lat. Über die Umschwünge der himmlischen Kreise), 1543, durch Nikolaus Kopernikus (1473-1543), in der dieser das heliozentrische System öffentlich propagierte. Der „christliche“ Sternenhimmel setzte sich nicht durch. Im Gegenteil: die Entwicklung der modernen Astronomie in den folgenden Jahrhunderten bis heute löste sich immer mehr aus dem Zugriff und der Vorstellungswelt christlicher Theologie und Glaubensvorgaben. Dies war ein jahrhundertelanger Prozess. Wie hat man sich den Aufbau, die Entstehung und das mögliche Ende des Kosmos in der Zeit von Jesus, im Urchristentum und im Mittelalter vorgestellt? Was dachte man über die Gestalt der Erde und die Weltgegenden? Welchen Beitrag zu diesen Modellen lieferten die Babylonier, die griechisch-römische Kultur und die jüdische Religion? Wie hat sich in der Neuzeit bis heute der christliche Glaube in verschiedenen Konfessionen zu naturwissenschaftlichen Befunden der Kosmologie positioniert?



Kurs abgeschlossen

Kursort

Gilching, vhs, Fachraum 106

Landsberger Str. 17 a
82205 Gilching

Termine

Datum
04.12.2019
Uhrzeit
19:30 - 21:30 Uhr
Ort
Landsberger Str. 17 a, Gilching, vhs, Fachraum 106