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In Kooperation mit der vhs Eching e.V.

21-0-E 047 Himmlischer Bienenschwarm und Offener Sternhaufen: die Plejaden (M45), mit Beobachtung durch das große 50cm-Newton Teleskop

Beginn Fr., 26.02.2021, 18:30 - 20:30 Uhr
Kursgebühr 14,00 €
Dauer 1 x
Kursleitung Dr. Michael A. Rappenglück M.A.

Schon im Jungpaläolithikum, 16.000-22.000 Jahre zurück, haben Menschen wohl diesen eindrucksvollen, am Himmel funkelnden Sternenhaufen bemerkt und in Höhlenmalereien abgebildet. Weltweit beobachteten die alten Kulturen den Lauf und die Erscheinungsweise der Plejaden sehr aufmerksam und nutzten ihre Stellung am Himmel für die Zeitrechnung, für die Orientierung, insbesondere die Navigation und sogar im Rahmen der Wettervorhersage. Im Leben der alten Kulturen kam den Plejaden eine hohe Bedeutung zu: Zusammen mit dem benachbarten offenen Sternhaufen der Hyaden galten sie als Taktsignale für Rituale und Feste bei Jäger-Sammler-Kulturen und Ackerbauern gleichermaßen. Mit den Plejaden war auch ein Lichterfest Anfang November verbunden. Im Schamanismus dienten die Plejaden als eine Art Wegmarke für die ekstatische Himmelsreise. Weltweit haben Astralmythen und Astralmärchen (z.B. "Der Wolf und die Sieben Geißlein") die Plejaden zum Thema. Da die Plejaden zusammen mit den Hyaden in etwa gleichem Abstand die scheinbare Sonnenbahn am Himmel (Ekliptik) „einrahmen“ und dort vor fast 4000 Jahren der Frühlingspunkt lag, hat man beide offenen Sternhaufen auch das „Goldene Tor der Ekliptik“ genannt. Die Plejaden sind ca. 440 Lichtjahre entfernt, besitzen bis zu ca. 1000 Sterne und sind vor ca. 100-75 Millionen Jahren aus einer großen kollabierenden Molekülwolke entstanden. Vermutlich durchläuft der gesamte Haufen derzeit eine Zone interstellaren Staubs, den Barnard-Merope-Nebel, nahe dem Plejadenstern Merope. Auch gibt es eine ganze Reihe von sogenannten Reflexionsnebeln, die auf fotografischen Aufnahmen die Plejaden in einen wunderschönen bläulich scheinenden Lichtschein eingebettet zeigen. Da der offene Sternhaufen der Plejaden etwa viermal so groß ist wie der Mond und dieser sich immer wieder einmal auf seiner Bahn um die Erde an den so viel weiter entfernt befindlichen Plejaden vorbei bewegt, gelingt es von Zeit zu Zeit, einige Mitglieder des offenen Sternhaufens zu bedecken (im Märchen frisst der Wolf die sieben Geißlein). Was wissen wir heute über Entstehung, Entwicklung und Besonderheiten der Plejaden (und der benachbarten Hyaden)? Was sind offene Sternhaufen? Gibt es unter den Sternen der Plejaden auch solche mit Planetensystemen? Welche Bedeutung hatten die Plejaden (und Hyaden) in den alten Kulturen? Im Anschluss an den Vortrag können wir dann, bei gutem Wetter, durch das große Teleskop der Sternwarte online einen Blick mitten in diesen offenen Sternhaufen werfen. Wenn das Wetter nicht mitmacht, entfällt die Beobachtung, der Vortrag wird aber durchgeführt.

Dieser Abend wird über das Programm Microsoft Teams durchgeführt. Dafür müssen Sie das Programm bzw. die App auf Ihr Gerät installieren. Wichtig ist, dass Ihr Lautsprecher und Ihr Mikrofon funktionieren. Eine funktionierende Kamera wäre wünschenswert. Wir melden uns bei Ihnen, sollte der Kurs zustande kommen und versorgen Sie mit Zugangsdaten und einer Anleitung. Sie müssen vorher nichts unternehmen.

In Kooperation mit den Volkshochschulen Eching e.V. und Schrobenhausen e.V.



Kurs abgeschlossen

Kursort

Online-Kurs




Termine

Datum
26.02.2021
Uhrzeit
18:30 - 20:30 Uhr
Ort
Online-Kurs