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Mensch und Welt
H 061 Ein Planet der Superlative und Exotik: Spekta-
kuläre Ergebnisse der Jupitersonde Juno (hybrid)
mit Dr. Michael A. Rappenglück M.A.
Seit dem 5. Juli 2016 umkreist die Raumsonde Juno den größten Pla-
neten unseres Planetensystems, den Gasgiganten Jupiter. Bis heute
wurden atemberaubende Bilder zur Erde übermittelt. Juno kann bis
auf 4100 km an die oberste Atmosphäre des Jupiter heranfliegen
und so auch äußerste Bereiche der Jupitermagnetosphäre und deren
Wechselwirkung mit dem Sonnenwind, aber auch Jupitermonde
untersuchen. Die ersten Ergebnisse sind sehr ungewöhnlich: Es
sieht danach aus, als ob Jupiter keinen Gesteinskern enthält, wobei
niemand weiß, was das bedeuten soll. Die Resultate zeigen, dass
Jupiter völlig anders ist, als man es sich bisher vorgestellt hat. Was
sind die bisherigen Ergebnisse? Was wissen wir vom größten Pla-
neten in unserem Planetensystem? Begleitend wollen wir uns auch Eine hochaufgelöste Aufnahme von Pluto von der Raumsonde New Horizons,
zusammengesetzt aus Kanälen im blauen und roten Licht sowie im Infarot
das Ringsystem des Jupiter und seine großen und kleineren Monde (Multispectral Visual Imaging Camera; MVIC). Die weiße Ebene ist der westliche
genauer anschauen. Im Anschluss bei gutem Wetter Beobachtung Teil der Oberflächenstruktur, die aufgrund ihres Aussehens populär als „Herz“
des Planeten durch das große Spiegelteleskop der vhs-Sternwarte. bekannt wurde, aber offiziell „Sputnik Planitia“ heisst. Sie ist 1050 x 800 km groß
Kooperation mit der vhs Aichach-Friedberg. und besteht aus riesigen Mengen an Stickstoff-, Kohlenmonoxid- und Methan-Eis
(bei -232° C). „Küstenlinien“ sind sichtbar und es gibt ein Netz von vieleckigen
1 x / Mi, 19.07.23, 19.30 - 21.30 Uhr * Gilching, vhs, Landsberger Strukturen (im Durchschnitt 33 km groß), das durch Absinken und Aufsteigen von
Str. 17 a, Fachraum 106 * Gebühr: 15,- € * 5 - 8 Personen riesigen Eisschollen durch Wärmeströme unter dem Eis erzeugt wird.
Foto: NASA/JHUAPL/SWRI.
H 062 Reise zu den Galileischen Monden des Jupiters: H 063 Ein rätselhafter Zwergplanet und sein großer
die Raumsonde Juice (hybrid) Mond: Pluto und Charon (hybrid)
mit Dr. Michael A. Rappenglück M.A. mit Dr. Michael A. Rappenglück M.A.
Die Raumsonde JUICE (Jupiter Icy Moons Explorer) startet im April 2015 passierte die Raumsonde New Horizons Pluto und seine Mon-
2023 und wird 2031 die Galileischen Monde – die vier größten Jupi- de Charon, Nix, Hydra, Kerberos und Styx, nur 12.500 km entfernt.
termonde – erforschen: Europa (3121,6 km), Io (3660,0 km), Kallisto Pluto (Durchmesser 2374 km) hat einen Gesteinskern (70 % des
(4820,6 km) und Ganymed (5268,2 km). Io besitzt aktive Vulkane, Durchmessers), umgeben von einem Wasser-Ozean, 150-200 km
Berge, höher als der Mount Everest, ein Magnetfeld und eine äußerst unterhalb eines Wassereismantels, über dem sich Stickstoffeis
dünne Atmosphäre (hauptsächlich Schwefeldioxid). Europa besitzt befindet. Die Oberfläche ist teilweise jünger als 100 Millionen
eine dünne Atmosphäre (hauptsächlich Sauerstoff), eine ca. 10 km Jahre. Es gibt bis zu 3,5 km hohe Wassereisberge, 3-5 km hohe
dicke Eiskruste und darunter einen Ozean, in dem Leben existieren Eisvulkane und Stickstoffeisgletscher. Die sehr dünne Atmosphäre,
könnte. Kallisto hat eine uralte, kraterübersäte Eisoberfläche, einen 240 °C bis -218 °C kalt, besteht größtenteils aus Stickstoff mit etwas
Wasser-Ozean, ein gewaltiges Kraterbecken (3000 km Durchmesser) Kohlenmonoxid und Methan (0,5%). Es gibt erodierende Winde. Der
und eine sehr dünne Atmosphäre (Kohlendioxid, Sauerstoff). Gany- Einschlag eines Himmelskörpers vor mehr als 4 Milliarden Jahren
med, der größte Mond im Sonnensystem zeigt Krater, Rillen und Berge kippte die Rotationsachse um 60°. Auch die dunkle Rückseite zeigt
in einer Eiskruste. Darunter könnte ein Salzwasserozean existieren. eine bizarre Landschaft. Was wissen wir 2023 über Pluto und seine
ER hat eine dünne Atmosphäre (Sauerstoff, Ozon, Wasserstoff) und Monde? Warum gibt es Ähnlichkeiten zu Zwergplaneten und Pla-
ein Magnetfeld. Was wissen wir heute über die Galileischen Mon- netoiden im Kuiper-Gürtel sowie dem Neptunmond Triton? Gibt es
de? Könnte es Leben auf einigen von ihnen geben? Wie werden die draus neue Erkenntnisse über die Entwicklung des Planetensystems?
Galileischen Monde in Zukunft weiter erforscht werden? (bei klarem Kooperation mit der vhs Aichach-Friedberg.
Wetter mit Beobachtung durch das 0,5m-Newton Teleskop, auch 1 x / Fr, 21.07.23, 22.00 - 23.45 Uhr * Gilching, vhs, Landsberger
online). Kooperation mit der vhs Aichach-Friedberg. Str. 17 a, Fachraum 106 * Gebühr: 15,- € * 5 - 8 Personen
1 x / Mi, 05.04.23, 19.30 - 21.30 Uhr * Gilching, vhs, Landsberger
Str. 17 a, Fachraum 106 * Gebühr: 15,- € * 5 - 8 Personen H 064 Gewaltig, turbulent und filigran: Gas- und Staub-
nebel als Sternengeburtsstätten (hybrid)
mit Dr. Michael A. Rappenglück M.A.
Die vier Gallileischen Monde des Jupiter. Bild: NASA, JPL, PD.
Gas- und Staubnebel sind Sternengeburtsstätten. In ihnen findet
man Proto-Sonnen und auch Proto-Planetensysteme mit Staubrin-
gen (vermutlich Kometenwolken). Neue Forschungen wiesen
in den Gas- und Staubwolken auch komplizierte Moleküle nach,
unter anderem Aminosäuren. Demnach sind zusammen mit Son-
nensystemen auch die Elemente für das Leben in den kosmischen
Staub- und Gaswolken entstanden. Was weiß man heute über
diese Sternengeburtsstätten? Welche Bedeutung hat dies für die
Frage nach dem Ursprung unseres eigenen Sonnensystems und des
Lebens auf der Erde? Mit Livestream-Beobachtung durch das große
20“-Newton-Teleskop der Sternwarte. Der Vortrag findet auch bei
schlechtem Wetter statt. Kooperation mit der vhs Aichach-Friedberg.
1 x / Fr, 14.07.23, 21.30 - 23.30 Uhr * Gilching, vhs, Landsberger
Str. 17 a, Fachraum 106 * Gebühr: 15,- € * 5 - 8 Personen
Ihr direkter Draht zu uns: 08105-77 95 0 13

