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Mensch und Welt
0 229, 0 230 Geschichte live: Gondelfahrt im Nymphen- 0 233 Herzlich Willkommen im Schlachthofviertel
burger Schlosspark mit Ursula Simon-Schuster M.A., Kunsthistorikerin
mit Maximilian Koch, Gondoliere Was das Münchner Schlachthofviertel städtebaulich so besonders
Bereits Kurfürst Max Emanuel (1662-1726) schätze die Gondelfahr- macht? Hier vollzieht sich derzeit ein Phänomen: durch die teilweise
ten auf dem Nymphenburger Kanal. Er ließ Gondeln nach original Auslagerung großer Gewerke wie Schlachtbetriebe oder Großmärkte
venezianischem Vorbild bauen und fuhr in ihnen samt der höfischen werden weite Flächen frei und das Viertel verändert sich rasend
Gesellschaft über den Schlosskanal. Während unserer Fahrt am schnell. So gibt es neben einer aktiven Underground-Kulturszene auch
authentischen Ort des Parks informiert Sie Gondoliere Maximilian eine lebendige Infrastruktur mit Zulieferer- und Großhandelsbetrie-
Koch über die barocke Zeit Max Emanuels sowie über die historische ben. Der rasante Wandel ist an jeder Ecke zu erleben! Willkommen
Parkanlage und liefert dabei viel Wissenswertes zum Bau und der im bewegtesten und gleichzeitig ehrlichsten Viertel, das München
Geschichte von Schloss Nymphenburg. Bei ungünstiger Witterung zu bieten hat. Nicht nur wegen der längsten legalen Graffitimauer
kann die Fahrt kurzfristig abgesagt werden. im zentralen München oder dem Kulturgelände Bahnwärter Thiel.
0 229: 1 x / So, 23.04.23, 11.30 - 12.00 Uhr * München, Nymphen- 1 x / Sa, 17.06.23, 11.00 - 12.30 Uhr * München, Lindwurmstraße
burger Schlosspark, Mittelkanal * Gebühr: 20,- € * 2 - 8 Personen Ecke Zenettistraße * Gebühr: 14,- € * 7 - 21 Personen
0 230: 1 x / So, 16.07.23, 11.00 - 11.30 Uhr * München, Nymphen- 0 234 Vive la Bavière - München und Frankreich
burger Schlosspark, Mittelkanal * Gebühr: 20,- € * 2 - 8 Personen mit Imke Gloth, M.A.
Während die angebliche „italianità“ Münchens allseits beschworen
0 232 Stadthistorischer Rundgang durch Haidhausen wird, ist der Bezug Münchens und Bayerns zu Frankreich weniger
mit Ursula Simon-Schuster M.A., Kunsthistorikerin bekannt. Dennoch gibt es zahlreiche überraschende, interessante
Das Viertel - ein beliebter Szenetreffpunkt – bietet neben über- und zuweilen auch amüsante Beziehungen zu Frankreich und sei-
raschenden Details zur Stadtgeschichte auch noch fast dörfliche ner Geschichte. So war die Schwiegermutter des Stadtgründers
Strukturen. Wir starten am Wiener Platz mit seinen verführerischen Heinrich des Löwen eine der schillerndsten Frauen des mittelal-
Marktständen, durchqueren den historischen Hohlweg „An der Krep- terlichen Frankreich und zahlreiche Ehen legen Zeugnis über die
pe“ und kommen zum Johannisplatz mit seinem charakteristischen Verbindung der Länder ab. Vor allem Napoleon band Bayern über
„Dom“. Sie erfahren Interessantes zum Lehmabbau, zur Geschichte einige Jahre fest politisch und familiär am sein Land. Was genau
der Brauereien, zum „Üblackerhäusl“ und anderen Herbergshäusern. damals geschah, erfahren Sie auf diesem kurzweiligen Rundgang
Entdecken Sie individuelle Lokale, Spezialgeschäfte und „geheime durch die Münchner Altstadt.
Ecken“ inmitten einer Großstadt! 1 x / Do, 22.06.23, 17.00 - 18.30 Uhr * München, Löwenturm,
1 x / Mi, 24.05.23, 17.00 - 18.30 Uhr * München, Wiener Platz, Rindermarkt 7 * Gebühr: 14,- € * 6 - 20 Personen
Am Maibaum * Gebühr: 14,- € * 7 - 21 Personen
0 235 Pasing - zwischen Konsumtempeln und
An der Kreppe. Ehemalige Lehmgrube mit Herbershäuern, im Stadtteil Haidhausen Klostermauern
zwischen dem Max-Weber-Platz und dem Wiener Platz. Bild: Wikipedia PD mit Imke Gloth, M.A.
Auf diesem Rundgang erleben Sie den Wandel Pasings vom mittelalter-
lichen Dorf zur Stadt um 1900 bis zum aktuellen Stadtteil im Westen
Münchens. Die zahlreichen städtebaulichen Maßnahmen der letzten
Jahre werden ebenso vorgestellt wie die Geschichte Pasings zwischen
Würm, Dorfkirche und Hofmarkschloss. Hierbei stoßen wir auf überra-
schende und versteckte Orte mit einer fast dörflichen Idylle und Ruhe,
aber ebenso auf urbane Plätze voll konsumfreudiger Geschäftigkeit.
1 x / Do, 29.06.23, 17.00 - 18.30 Uhr * München, Pasinger Bahnhof,
vorm Hauptausgang (Südseite) * Gebühr: 14,- € * 6 - 20 Personen
0 236 Führung durch das ehemalige Zwangsarbeits-
lager Neuaubing
mit N.N.
13 Millionen Menschen aus unzähligen Staaten verrichteten während
des Zweiten Weltkriegs Zwangsarbeit in Deutschland. In München ka-
men die größten Gruppen aus der Sowjetunion, aus Polen, Italien, den
Niederlanden und Frankreich. Es existierten im gesamten Stadtgebiet
etwa 550 Lager und Sammelunterkünfte. Im Münchner Westen, in
Neuaubing, sind acht Baracken eines Zwangsarbeitslagers noch heute
erhalten und bezeugen die massenhafte Ausbeutung. Das gesamte
Gelände steht unter Ensembleschutz, die Baracken sind als Einzel-
Sie Vermissen ein Programmangebot? denkmäler in die Denkmalliste eingetragen. Das Barackenensemble
ist eines der wenigen in Deutschland noch erhaltenen baulichen Zeug-
Informieren Sie uns doch bitte, was Sie sich wünschen nisse dieser Art. Referent*innen des NS-Dokumentationszentrums
würden. Wir bemühen uns, falls eine Gruppe von München führen über das Gelände und erzählen die Geschichte der
5 Teilnehmern zustande kommt und wir eine Lehrkraft Zwangsarbeit in München am authentischen Ort.
finden können, Ihren Wunsch zu verwirklichen, entweder 1 x / Mi, 10.05.23, 17.30 - 19.00 Uhr * München, Ehem. Zwangs-
noch im laufenden oder im kommenden Semester. arbeitsager Neuaubing, Ehrenbürgstr. 9 * Gebühr: 6,- € * 6 - 15
Personen
20 Ihr direkter Draht zu uns: 08105-77 95 0

