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Mensch und Welt



     Ethnologie/Geografie


     H 238  Mutter Erde, Vater Himmel - Kinder des Kosmos:
     Ethnische Religionen (hybrid)
     mit Dr. Michael A. Rappenglück M.A.
     In den Weltanschauungen indigener Völker wird das Bewusstsein
     eines urtümlichen Zusammenhanges und einer Wechselwirkung
     von Menschen, Pflanzen, Tieren, Geistern und Göttern, den Dingen                         Unser Dozent
     und Kräften zwischen Himmel und Erde deutlich. Alle Wesen, gleich                        Dr. Sven Deppisch
     ob lebendig oder nicht, gehören zu tieferen Wirklichkeiten und sind
     aufeinander  bezogen.  Die  uns  weitgehend  verloren  gegangene
     Welt der Jäger, Sammler, Fischer, Garten- und Ackerbauern, zeigt   H 240  Die lebendige Natur - Mannigfaltigkeit in Einheit:
     faszinierende Weltanschauungen und Weltbilder, die in ihren Ur-  Alexander von Humboldt (1769-1859) (hybrid)
     sprüngen einige Jahrtausende zurückreichen. Was wissen wir vom
     Fühlen, Glauben und Denken der indigenen Völker? Welche Symbole,   mit Dr. Michael A. Rappenglück M.A.
     Mythen, Märchen und Riten gibt es? Was ist den Anschauungen   Alexander von Humboldt gelangte durch zahlreiche Studienreisen
     gemeinsam und was verschieden? Wie ist der Kosmos der Natives   auf verschiedenen Kontinenten zu breiten und tiefen Erkenntnissen
                                                               in Natur- und Geisteswissenschaften. Dabei ging es nicht um das
     aufgebaut? Können manche der archaischen Vorstellungen vielleicht   kategorisierende Anhäufen von Wissen, sondern dessen Verknüp-
     sogar für gewisse Fragen unseres heutigen Weltverständnisses be-  fung zu einem geordneten Ganzen, den „Kosmos“. Grundfähigkeiten
     deutsam sein? Kooperation mit der vhs Aichach-Friedberg und Neuburg.  waren ihm wichtig: die Offenheit und Toleranz des Denkens, die
     7 x / Mi, 01.03.23, 17.00 - 19.00 Uhr * Gilching, vhs, Landsberger   Achtung fremder Kulturen, die Bedeutung verschiedener Methoden,
     Str. 17 a, Seminarraum 101 * Gebühr: 84,- € * 5 - 8 Personen  der Dialog zwischen den Fachgebieten, die Offenheit für Neues, die
                                                               Methode der Vergleichung, die beständige Korrektur von Sichtweisen,
     H 239  Eine Weltumseglung mit Folgen –                    der Zusammenhang von Spezialistenwissen und Allgemeinbildung,
                                                               die Beachtung dynamischer gesellschaftlicher Prozesse, die ethische
     Darwins Reise mit der Beagle (hybrid)                     Fundierung und Begleitung, der Blick auf eine globale Verantwort-
     mit Martin Schneider M.A.                                 lichkeit aller Menschen, die Notwendigkeit der Popularisierung der
     Charles Darwin bezeichnete die Forschungsreise mit der „Beagle“,   Wissenschaften. Der Kurs führt ein in Leben, Denken und Handeln
     an der er zwischen 1831 und 1836 teilnahm, als das „wichtigste   Alexander von Humboldts, der uns Wichtiges zu sagen hat.
     Ereignis seines Lebens“. Es war eine Reise, zu deren Ergebnissen nicht   3 x / Fr, 07.07.23, 19.00 - 20.30 Uhr * Gilching, vhs, Landsberger
     nur die Vermessung der südamerikanischen Küstenlinie, sondern   Str. 17 a, Fachraum 106 * Gebühr: 27,- € * 8 - 20 Personen
     auch eine Fülle wichtiger geologischer und biologischer Beobach-
     tungen zählten. Sie lieferte ihm die Grundlagen zur Entwicklung   H 241  Die Geschichte des Antisemitismus (hybrid)
     seiner Evolutionstheorie. Der Vortrag zeichnet die Stationen und   mit Dr. Sven Deppisch, Historiker
     Leistungen dieser bedeutenden Forschungsfahrt nach.       Judenhass ist ein zeitloses Phänomen. Bereits in der Antike entwi-
     1 x / Mo, 19.06.23, 19.00 - 20.30 Uhr * Online-Kurs * Gebühr:   ckelte sich ein religiös geprägter Antijudaismus, mit dem die frühen
     14,- € * 7 - 10 Personen                                  Christen  gegen  ihre  Glaubenskonkurrenten  vorgingen.  Auch  im
                                                               Mittelalter und in der Frühen Neuzeit wurden Juden von der Mehr-
                                                               heitsgesellschaft ausgegrenzt, verfolgt und in Pogromen ermordet.
                                                               Im 19. Jahrhundert entwickelte sich ein rassistisch begründeter
                                                               Antisemitismus, der von pseudowissenschaftlichen Theorien ins-
                                                               piriert war und Juden als Rasse mit unabänderlichen Eigenschaften
                                                               verstand. Während des „Dritten Reichs“ gehörte Antisemitismus
                                                               sogar zur Staatsdoktrin und mündete in den Holocaust. Nach Ende
                                                               des Zweiten Weltkriegs blieben Ressentiments gegenüber Juden
                                                               fortbestehen. Der Vortrag zeigt, wie sich die Abneigung gegenüber
                                                               Juden im Lauf der Geschichte wandelte.
                                                               1 x / Di, 18.04.23, 19.00 - 21.00 Uhr * Gilching, vhs, Landsberger
                                                               Str. 17 a, Seminarraum 101 * Gebühr: 16,- € * 6 - 10 Personen


                                                               H 242  Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte
                                                               (hybrid)
                                                               mit Martin Schneider M.A.
                                                               Unter dem Trauma des Holocaust und des verheerenden Zweiten Welt-
                                                               krieges nahm die Generalversammlung der neu gegründeten Vereinten
                                                               Nationen am 10. Dezember 1948 in Paris die ‚Allgemeine Erklärung
                                                               der Menschenrechte‘ an. Sie definiert bis heute die fundamentalen
                                                               Rechte jedes einzelnen Menschen - unabhängig von Hautfarbe, Ge-
                                      Alexander von Humboldt   schlecht, sozialer Stellung, politischer oder religiöser Überzeugung.
                                      (1769-1859),             Die Veranstaltung führt in die Geschichte der Menschenrechte ein
                                      Gemälde von Joseph Stieler,
                                      1843, Schloss Charlottenhof,   und gibt einen Überblick zu den Bestimmungen der Erklärung.
                                      Potsdam                  1 x / Mo, 12.06.23, 19.00 - 20.30 Uhr * Online-Kurs * Gebühr:
                                                               14,- € * 7 - 10 Personen


                                          Ihr direkter Draht zu uns: 08105-77 95 0                              21
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